Sinnliche Naturfotografie – 50 mm – Rügen eine Winterreise

Unsere Samojedenhündin schwitzt gerade, denn hier im Rheinland liegen die Temperaturen bei 11 Grad plus und ich lese ein Winterbuch. Ein Buch über eine Winterreise nach Rügen.

„Sinnliche Naturfotografie – Rügen eine Winterreise“ von Jana Mänz. Unser Hund würde sich darüber freuen, wenn es endlich für sie als Schlittenhündin Winter würde.

Gestern traf das Buch ein, in dem sie ihre Fotografie auf der Insel Rügen beschreibt. Rügen im Winter mit dem NIKON AF Nikkor 50 mm 1:1,4D. Ich habe es gelesen. Ein sinnliches Buch, tolle Fotografien und eine Hommage an ein Objektiv.

Das Buch ist im „Selbstverlag“ (BoD Books on Demand); ISBN: 978-3-73578741-5, erschienen und in jeder Buchhandlung bestellbar. Mir ist mit 17,2 X 17,2 cm fast zu klein. Aber die Größe wertet das Buch nicht ab, sondern höchstens auf.

Es regt dazu an, sich mit seiner eigenen Fotografie zu beschäftigen, zu empfinden, Gefühle wieder zu geben. Bewusster zu leben, zufrieden zu sein, mit dem was man hat, aber auch loslassen und sich zu freuen. Ballast abwerfen, zurück zu finden. Die Beschränkung aufs Quadrat ist für mich eine déjà vu. Fotografie mit der Rolleiflex (6X6). Auch hier war man beschränkt. Normalbrennweite und was für eine Fotografie. Leica V-LUX1 (alias Panasonic Lumix DMC-FZ50), 4:3-Format, fast quadratisch. Ich kann mich nicht von ihr trennen. Mir ging es schon immer so, dass ich zum Quadrat neige. Ein Denkanstoß.

Jana Mänz zeigt aber auch auf, dass man seine Bilder „entwickeln“ muss, will Mann respektive Frau Emotionen Ausdruck verleihen. Sie beschränkt sich auf ein Objektiv, will nicht vergleichen. – Was habe ich mir in der letzten Zeit Gedanken darübergemacht, welches Fünfziger ich aus meiner Sammlung wähle. – Mal schauen, wie meine Entscheidung ausfällt. Irgendwie ist es eine Herausforderung. Vielleicht ist es auch vom Augenblick abhängig. Eine Suche, was ist die ideale Kombination für mich?

Das Buch ist keine Hochglanzbroschüre für ein Objektiv. Sieht man sich im Internet um, gibt es eine Menge von Tipps für herausragende Objektive. Es sind nicht immer die teuersten. Obwohl es auch einige mit Traumpreisen gibt.

Sinnliche Naturfotografie ist ein Lernbuch, kein Lehrbuch. Wer anfängt zu fotografieren, dem kann ich dieses Buch besonders ans Herz legen. Sich bei den Funktionen auf das zu beschränken, was man wirklich braucht. Und das ist immer noch eine Menge. Die Arbeit in meiner Dunkelkammer, wenn auch nur in Schwarzweiß war eine kreative Phase. Zu sehen, wie das Bild langsam im Entwickler entsteht und es dann in den Händen zu halten. In den Belichtungsprozeß einzugreifen, abzuwedeln, mit Masken zu arbeiten. Jana Mänz gibt nachvollziehbare Tipps für das Entwickeln der eigenen Bilder. Wie man dabei noch einmal kreativ werden kann, seinen eigenen Stil/Look zu entwickeln.

Mein Fazit zu dem Buch: quadratisch, praktisch gut.

Lesen Sie das Buch, nehmen sie sich eine Auszeit, entschleunigen Sie. Ich werde das Buch heute nochmals lesen.