Die Magie der analogen Fotografie

COVID 19 oder das Corona-Virus zwingt uns, den Alttag anders zu gestalten. Als Lebensältere sollen wir ja noch mehr als andere, soziale Kontakte vermeiden. Die Tagesabläufe ändern sich. Zeit, zurück zu denken, zu reflektieren. Jahre(zehnte)lang habe ich ausschließlich digital fotografiert, obwohl ich über eine umfangreiche analoge Fotoausrüstung habe. Teile davon, habe ich vor kurzem veräußert. Früher besass ich eine Dunkelkammer und habe schwarzweiß selbst verarbeitet. Mittlerweile lagern tausende von Bildern auf meinen Festplatten, aber kaum eines, dass ich analog fotografiert und dann digitalisiert habe.

Es war einfach, vielleicht zu einfach und so einiges ist auf der Strecke geblieben, die Magie des Bildes. Viel zu sehr, habe ich mich auf die Möglichkeiten der Digitalfotografie eingelassen. Hier und dort mal eine Stellschraube (sprich Regler) drehen und schon entsprach das Bild meinen Vorstellungen. Zumindest auf dem Bildschirm. Ja, die Digitalfotografie hat uns Möglichkeiten gegeben, die wir uns analog teuer erkaufen musste. Ich verweise nur mal auf die Panoramafotografie. Die Hasselblad XPAN oder die baugleiche Fujifilm Tx-1 bw. die Versionen 2 der Kamera waren schon bei ihrem Erscheinen finanziell nicht erschwinglich. Zumindest nicht für mich. Auch heute nicht.

Verkaufen wollte ich auch meine NIKON F3  und F3HP. Eine wurde mir zurück geschickt, die andere nicht bezahlt. Ich hatte sie kurzfristig noch mal eingestellt. Jetzt behalte ich sie erst einmal. Sie sollten eine Ergänzung zu meiner CONTAX G1 bilden. Zur CONTAX G1 habe ich die G-Objektive 28mm, 45mm und 90mm.  Mit der NIKON F3(HP) und den Objektiven 35mm, 50 mm und 135mm habe ich sicherlich eine Ergänzung, wenn ich denn diese Brennweiten benötige.

Darüber hinaus stehen mir verschiedene Faltkameras und eine MAMIYA 645 PRO TL mit Objektiven zur Verfügung. Es hat sich im Laufe der Jahre schon etwas angesammelt.

Es dauert etwas, wenn man analog fotografiert. Angesichts der Preise für das Filmmaterial überlegt man etwas länger, ehe man auf den Auslöser drückt. Dann muss der Film entwickelt werden und Abzüge von den Bildern hergestellt werden. Oder die Bilder müssen eingescannt werden, um sie beispielsweise in diesem Blog zu verwenden. Da können schon einmal Wochen oder Monate vergehen. Die Bilder sind nicht mehr tagesaktuell aber um so mehr entschleunigt.