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Verführung mit Worten | Erotik für Autoren.

Verführung mit Worten
33 Quickies für erfolgreiche Texte
Karen Christine Angermayer
Kösel Verlag – 2011
ISBN 978-3-466-30897-2

Das Buch habe ich als eBook gelesen hatte,  dann nochmals als „Print“ ausgeliehen, weil ich es genial finde. Es hat nichts mit dem Buch „Erotik schreiben“ zu tun. Aber alleine, die erotischen Anspielungen im Text, im Untertitel, in den Kapiteln und Sequenzen, bringen die Sinnlichkeit zum Schwingen, mit denen wir schreiben. Schreiben ist Befriedigung, sie hat nichts mit Sex zu tun. Aber Schreiben erfüllt uns, führt uns zu Höhepunkten. Uns vor Augen führen, was unser Sinnen, unser Streben, unser Trachten als Autor ist, und das mit erotischen Metaphern, das ist das Ziel von Karen Christine Angermayer. Dass ich ein Buch, dieses Buch, ein zweites Mal lese, ist die Kunst ihrer Verführung. Ich schätze, dass ich dieses Buch auch kaufen werde, um es ein viertes, ein … Mal, ein xtes Mal zu lesen.
Verlangt man von Autoren nicht, dass sie ihre Geschichte auf den Punkt bringen, auf einen Satz, die Prämisse. Für dieses Buch: Erotik für Autoren.

Das vorgeschriebene ist nur die eine Sicht auf das Schreiben. Verführung mit Worten, die 33 Quickies für erfolgreiche Texte, sollen Autoren dazu bringen, ihre Leser zu verführen. Erfolg kann es nur geben, wenn wir den Leser an uns, unser Werk fesseln. Bis er unser Geschichte verfallen ist, sie nicht mehr aus der Hand legt, bis er sie zu Ende gelesen hat. Am besten in einem durch.
Die Prämisse: Verführung der Leser

Erotik schreiben

Da ich für meine Geschichte bereits einige sinnliche Szenen geschrieben habe, interessierte es mich, zu erfahren wie andere Autoren mit dem Thema umgehen. In den letzten Jahres ist einiges an erotischer Literatur veröffentlicht worden, was Tabus aufgebrochen hat und die Grenzen erweitert haben. Sei es „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche oder die Romantrilogie „Fifty Shades of Grey“ von E. L. James.  Wie also persönlich mit dem Thema umgehen? Anreißen, umschreiben oder ins Detail gehen.

Elizabeth Benedict hat einen Schreibratgeber „Erotik schreiben – Wie Sie Sex-Szenen literisch gestalten“ geschrieben, der in deutschen Übersetzung im Autorenhaus-Verlag erstmals 2002 veröffentlicht.  Jetzt liegt das Buch in der 2. Auflage (2013) vor.

Das Buch setzt sich mit erotischen, sinnlichen Szenen der Literatur über einen längeren Zeitraum auseinander und regt an, bereits geschriebene Szenen zu überarbeiten und anzupassen. Ein empfehlenswerter Ratgeber.

Figurenentwicklung

Für das Schreiben benutze ich sowohl DramaQueen als YWriter5. yWriter als Freeware leistet mir momentan gute Dienste bei meiner Geschichte. In der Figurenbeschreibung unterscheiden sich die beiden Softwareprodukte. DramaQueen ist umfangreicher und  unterstützt durch die verschiedenen Aspekte die Entwicklung. Sicherlich kommt man zu gleichen Ergebnissen. DramaQueen gibt es ebenfalls in einer Freeware-Version. Wer mit yWriter schreibt, sollte sich vielleicht DramaQueen zunächst in der Freeware-Version herunterladen und anhand der Stichpunkte die Figur in yWriter beschreiben. Das Arbeiten mit beiden Produkten macht Spaß.